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Opel Vivaro C Geschichte

Der Opel Vivaro C wurde 2019 eingeführt und markierte den größten strukturellen Wandel in der Geschichte der Modellreihe. Nach zwei Generationen, die als Schwestermodelle des Renault Trafic entwickelt wurden (Vivaro A und Vivaro B), wechselte die dritte Generation nach dem Beitritt von Opel/Vauxhall zur Groupe PSA im Jahr 2017 auf die EMP2-Plattform von Groupe PSA. Historisch gesehen ist der Vivaro C der Punkt, an dem sich das „Platform Sharing“ von einem Renault-Partnerschaftsmodell zu einer Mehrmarkenstrategie von Stellantis wandelte und den Vivaro in eine breitere Familie von mittelgroßen Transportern einreihte, die unter mehreren Marken produziert und verkauft werden.

Opel Vivaro C: EMP2-Plattform

In der offiziellen Kommunikation zum Verkaufsstart gab Opel bekannt, dass die dritte Generation des Vivaro ab Anfang 2019 bestellbar sein und im Spätsommer die Händler erreichen würde. Opel bestätigte zudem, dass das F&E-Zentrum in Rüsselsheim für die globale Entwicklung leichter Nutzfahrzeuge innerhalb der PSA-Organisation verantwortlich war. In Großbritannien positionierte Vauxhall den auf der EMP2-Plattform basierenden Vivaro als britisches Produkt, unterstützt durch Investitionen zur Erweiterung der Kapazitäten im Werk Luton. Stellantis bestätigte später, dass an diesem Standort der Vauxhall Vivaro und der Opel Vivaro zusammen mit Schwestermodellen wie dem Peugeot Expert, Citroën Jumpy und Fiat Scudo produziert wurden und dass in Luton bis Juni 2023 insgesamt 1,5 Millionen Transporter der „Vivaro-Plattform“ gebaut worden waren. Die frühen Dieselpaletten der neuen Generation nutzten 1,5-Liter- und 2,0-Liter-Motoren. Der vollelektrische Vivaro-e – mit Batterieoptionen von 50 kWh oder 75 kWh – gewann die Auszeichnung „International Van of the Year 2021“. Mit der Brennstoffzellen-Variante Vivaro-e HYDROGEN, die in Rüsselsheim in Serie ging und eine WLTP-Reichweite von über 400 km bietet, stieß die Generation in neue Nischen vor. Das Update 2024 führte das Opel „Vizor“-Frontdesign und ein neues digitales Cockpit ein, zusammen mit einer verbesserten elektrischen Reichweite von bis zu 350 km (WLTP) für den Vivaro Electric. Der Vivaro C ist somit die Generation der „EMP2 und Elektrifizierung“: kein Facelift der früheren Trafic-basierten Transporter, sondern ein Plattformwechsel, der durch die Konzernstrategie vorangetrieben wurde.
Opel Vivaro
 
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