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Muss der Motor beim Steuerkettenwechsel am Sprinter OM651 ausgebaut werden?

Das hängt vom Reparaturumfang ab. Beim OM651, der seit 2009 in den vierzylindrigen Sprinter-Modellen 210-219 CDI und 310-319 CDI verbaut ist, sitzt der Steuertrieb hinten auf der Getriebeseite und wird von der Stirnwand verdeckt. Kette und Spanner lassen sich ohne Motorausbau ersetzen: Die offene neue Kette wird mit der alten verbunden, durch Drehen der Kurbelwelle über die Räder eingezogen und anschließend mit einem Spezialwerkzeug vernietet. Für den Austausch der Kettenführungen beziehungsweise Gleitschienen muss der Motor ausgebaut werden.

Wo beginnt die Diagnose bei Rasseln nach dem Kaltstart?

Beim Spanner. Beim OM651 verursacht oft der defekte hydraulische Kettenspanner das Rasseln, nicht eine gelängte Kette. Nach dem Austausch verschwindet das Geräusch vielfach. Empfehlenswert ist die neuere, überarbeitete Ausführung. Gleichzeitig muss eine Werkstatt die Kettenlängung messen. Überschreitet sie den Grenzwert, beseitigt ein neuer Spanner das Symptom nur vorübergehend.

Wann reicht das Einziehen der Kette und wann muss der Motor heraus?

Eine neue Kette mit Spanner einzuziehen ist sinnvoll, wenn das Rasseln erst seit Kurzem besteht und die Führungen intakt sind. Lief der Motor lange mit loser Kette, sind die Gleitschienen meist verschlissen. Eine neue Kette längt sich darauf schnell wieder; dann ist die Komplettreparatur mit Motorausbau wirtschaftlicher als ein zweiter Wechsel. Auch der OM654 im Sprinter III ab 2020 hat diesen Aufbau mit einreihiger Kette hinten.

Wie lässt sich der Kettenverschleiß beim OM651 verlangsamen?

Öl alle 15.000 km oder jährlich wechseln, nur MB 229.51 beziehungsweise 229.52 verwenden und kurzes Kaltstartrasseln nicht ignorieren. In diesem frühen Stadium ist die Reparatur am günstigsten.


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